Spitzwegerich

Spitzwegerich - Wirkung, Anwendung und Behandlung

 

Plantago lanceolata - bekannt als " Das Lungenkraut"

 

Bereits im Altertum war das "Unkraut" ein bewährtes Hustenmittel. Als Tee oder Saft wird der Spitzwegerich auch heute noch bei trockenen Reizhusten, Heiserkeit, Bronchitis, Erkältung und Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt und gilt als schleimlösend. Auch äußerlich wird das Wegerichgewächs gerne bei Insektenstiche und bei kleine Wunden verwendet. Seit Jahrhunderten wird aus den Blättern auch der bekannte Spitzwegerichsirup hergestellt.  

 

Die Tipps und Ratschläge beruhen auf eigenen Erfahrungen und Recherchen. Es gibt keine Gewähr für Wirksamkeit und Heilung!

 

Der Spitzwegerich wurde 2014 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. 

 

Der Verwandte des Spitzwegerichs: 

Breitwegerich - Plantago major

 

Verwendung: 

 

Hustentee:

2 Teelöffel der getrockneten oder frischen Blätter mit 250 ml kalten Wasser ansetzen und am besten über Nacht ziehen lassen.  Dann abseihen und kurz erwärmen nicht kochen, da sonst die Schleimstoffe zerstört werden. Empfehlung: 3 x täglich eine Tasse

 

Insektenstiche:

Ein Blatt im Mund zerkauen und dann auf die betroffene Stelle legen, man kann auch das Blatt auch mit den Fingern solange zerreiben bis aus dem Blatt feucht  austritt. Der Schmerz kann dadurch augenblicklich gelindert  werden und die betroffene Stelle schwillt auch nicht an. 

 

Spitzwegerich-Fichtennadelsirup: 

Man benötigt:

1 mittelgroßes sauberes Glas, und mehrere kleine saubere Gläschchen

Rohrrohrzucker

2 Handvoll frische Spitzwegerichblätter (Blätter vor dem einschichten grob hacken)

1 Handvoll frische Fichtentriebe

1. Schicht frische Spitzwegerichblätter, dann 2. Schicht Rohrrohrzucker, 3. Schicht frische Fichtenspitzen, 4. Schicht Rohrrohrzucker, 5. Schicht frische Spitzwegerichblätter und so wird weiter verfahren, die oberste Schicht sollte dann Zucker sein. Dann das Glas in den Kühlschrank 4 Wochen ziehen lassen. Wichtig: Jede einzelne Schicht gut andrücken. 

 

Danach den gewonnenen Sirup abseihen, kurz erhitzen und in kleine Gläschen abfüllen. 

Sirup ca. 6 Monate halbbar. 

 

Davon kann man dann bei trockenen Husten oder Heiserkeit, 1 Teelöffel davon zu sich nehmen. 

 

Erntezeit: Frühjahr bis Herbst (Mai-September) - junge Blätter im Frühsommer besitzen die höchste Wirksamkeit.  

 

Wichtige Hinweise zur Trocknung:  Blätter schnell trocknen bei etwa 50°C im offenen Backofen, da sich sonst bei langsamer Trocknung die wirksamen Inhaltsstoffe zu schnell abbauen. 

 

Diese Ratschläge sollen natürlich keinen Arzt ersetzen.