Wechseljahre

Kräuter und Pflanzen bei Wechseljahrsbeschwerden 

 

Der Körper der Frau produziert in den Wechseljahren weniger Östrogen und stellt langsam, Schritt für Schritt die Produktion ganz ein. Manche Frauen sind kaum betroffen, andere leiden.  Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Hitzewallungen bis hin zu Stimmungsschwankungen können die Folgen sein. 

 

Zur starke und lange Blutungen

Morgens nüchtern: 5 Tropfen Ceres Frauenmanteltinktur und 20 Tropfen Rotkleetinktur täglich (Tinktur selbst herstellen: Rotklee mit 38% Alkohol 6 Wochen ziehen lassen, dann abfiltern). Wenn die Periode einsetzt bzw. in der Zeit der Blutung mit den Tinkturen pausieren und erst wieder in der 2.  Zyklushälfte täglich mit der Einnahme beginnen. 

 

Morgens nüchtern: Auch Apfelessig kann unterstützend getrunken werden, dazu 1-2 Esslöffel Apfelessig in ein Glas Wasser verdünnt trinken.

 

Bei starken Blutungen die von Myomen ausgelöst werden: 

Können zusätzlich noch der Vitalpilz Maitake Extrakt 2x2 Kapseln täglich unterstützend eingesetzt werden. 

 

Hitzewallungen - Schüßler Salze

Nr. 11 Silicea D12 / 3 x 2 Tabletten im Mund zergehen lassen

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 / 3 x 2 Tabletten abwechselnd mit 

Nr. 24 Arsenum jodatum D6  

Alle drei Schüßler Salze können den Schweiß regulieren. 

 

Auch das Venenspray für die Beine das die Haut kühlt und erfrischt, wird sehr gerne verwendet. Mehr auf Ringana.

 

Schafgarben Tee zur Unterstützung gegen Hitzewallungen

1 gehäufter Teelöffel getrocknete Schafgarbenblüten mit 

1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Minuten ziehen lassen, abseihen. 

Kurmäßig 3 -4 Tassen täglich 4 Wochen lang trinken, dann Pause einlegen. Dann kann die Kur nochmals wiederholt werden.

 

Bei Schlafstörungen, als schlafförderndes, reizabschirmendes, beruhigendes, ausgleichendes und entspannendes Mittel 

 

Valerianae rad.    25g Baldrian        - entspannend, fördert Schlafbereitschaft

Lupuli strob.        25g Hopfen          - beruhigend, entspannend, schlaffördernd

Melissae fol.        20g Melisse          - beruhigend, entspannend, schlaffördernd

Menthae pip. hb.  20g Pfefferminze  - spasmolytische Wirkung (krampflösend)

Lavandulae flos  10g Lavendel        - beruhigend, entspannend, 

 

2 Tl. der Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, 1/2 Std. vor dem Schlaf 1 Tasse 

 

Schlafbad mit ätherischen Ölen

Je 4 Tropfen ätherisches Baldrian-, Hopfen-, Lavendel-, und Neroliöl in 100 ml Sahne verrühren. Diese Mischung ins Badewasser geben und 15 Min. nicht zu heiß baden.

 

 

Weitere Tipps bei Wechseljahren:

Wenn die Frau in den Wechsel kommt, kann es zu ungleichmäßigen Hormonschwankungen kommen. Der Progesteronspiegel sinkt, aber auch der Östrogenspiegel verringert sich,  dadurch können hormonbedingte Beschwerden auftreten. Und da setzen die Kräuterpflanzen an. Sie können dabei sehr gute Dienste leisten um den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie können innerlich sowie äußerlich angewendet werden:

 

Scharfgarbe: Diese Frauenpflanze besitzt die Fähigkeit den Progesteronspiegel wieder anzuheben. Am besten kombiniert man diese Pflanze mit dem Frauenmantel. Entweder einen Tee aus den Blätter und Blüten beider Heilpflanzen zubereiten und diesen Tee über mehrere Zyklen trinken. Oder äußerlich als heißen Leberwickel um überschüssiges Östrogen schneller abzubauen. 

 

Frauenmantel: Dieses Frauenkraut hat einen hohen Anteil an Gerbstoffen und wird als Tee gerne bei Durchfall eingesetzt. 

 

Rotklee: Die Blüten und Blätter kann man sehr gut über den Salat streuen. 

 

Angelika: Gegen verstärkte Blähungen und Völlegefühl in den Wechseljahren, wird auch gerne die Angelikawurzel eingesetzt,  da sie krampflösend und beruhigend auf die Organe im Unterleib wirken kann.  Auch wird sie gerne mit anderen Heilpflanzen kombiniert, wie etwa dem Kümmel oder der Pfefferminze. 

 

 

Leinsamen: Über das Müsli streuen, nach Dr. Johanna Ludwig (100g Quark, 2 Eßl. hochwertiges Leinöl, 1 Teel. Honig, 2 Eßl. frisch geschrotete Leinsamen, frische oder getrocknete Früchte, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, rote oder schwarze Johannisbeeren und Nüsse nach Wahl) oder ein Leinsamen Gel herstellen (Leinsamen mit Wasser 3 Minute köcheln lassen, anschl. durch dein Sieb streichen). Nach dem Eisprung oder kurz vor der Periode kommt es oft zu unangenehmen Spannungsgefühlen (Wassereinlagerung im Gewebe) in der Brust.  Das gewonnene klare Leinsamen Gel sanft auftragen und nach 15 Minuten Einwirkzeit mit warmen Wasser wieder abwaschen. 

 

Mönchspfeffer: Wenn Sie an Schlafstörungen und Reizbarkeit leiden, kann der Mönchspfeffer einen Ausgleich zum Östrogenüberschuss schaffen. Er ähnelt dem nachlassenden Hormon Progesteron. 

 

Passionsblume: Dieser Pflanze wird während der ganzen Zeit des Wechseln empfohlen. Ihr wird eine stimmungsaufhellende und beruhigende Wirkung nachgesagt. Wenn Sie das Einschlafen fördern soll, wird einezusätzlich Kombination mit Baldrian und Hopfen empfohlen. 

 

Traubenbensilberkerze: Diese Pflanze ist wissenschaftlich belegt und hat einen positiven Einfluss gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen in den späteren Wechseljahren. Sie ähnelt dem Östrogen und kann die Symptome wie verstärktes Herzklopfen, Hitze und Schlafstörungen vermindern.

 

Sibirischer Rhabarber: Er kann bestimmte Östrogenrezeptoren ohne Nebenwirkungen aktivieren. Diese Pflanze wird gerne bei schlechter Stimmung und gegen Hitzewallungen eingesetzt.  Aber auch gegen Ängstlichkeit und schlechten Schlaf wird er oft gerne eingenommen.

 

Weitere tolle Kräuter:

 

Salbei, Hopfen, Beifuss

 

 

 

(Quelle: Das Mehr Magazin Frühjahr 2018 /Heilen&Pflegen und GrüneApotheke 2/2018)

 

 

 

Diese Ratschläge sollen natürlich keinen Arzt ersetzen.