Wermut - Wirkung und Anwendung

Wermut - Artemisia

Andere Namen: Grüner Ingwer, Absinth

 

Beschreibung:

 

Medizinische Teile: Die medizinischen Teile sind die Lufttriebe und Blätter der Pflanze.

Blüte und Frucht: Die zahlreichen Blütenköpfe sind kurzstielig und hängen in einer vielblütigen Rispe. Die Capitula sind klein, kugelförmig, geneigt und fast so lang wie ihre 3 bis 4 mm Breite. Die Hochblätter sind grau, seidig-pubertierend mit abgerundeter Spitze. Die äußeren Hochblätter sind linealisch-länglich und pubertisch, während die inneren eiförmig, stumpf und breit sind und einen durchsichtigen, häutigen Rand haben. Der Behälter ist rauhaarig. Die Blüten sind gelb und fruchtbar. Die Scheibenröschen sind androgyn; die Zungenblüten sind weiblich mit einem verlängerten Stil. Die Frucht ist etwa 1,5 mm lang.

Blätter, Stamm und Wurzel: Dieser Halbstrauch wächst von 60 bis 120 cm in der Höhe mit einer holzigen, robusten Rosette und einem hoch-verzweigten Lagerstiel. Der Stamm ist normalerweise aufrecht und belaubt. Die wechselständigen, langstieligen Blätter sind auf beiden Seiten seidig behaart. Die unteren Blätter sind abrupt gefiedert und die oberen einfach. Die Blattspitzen sind lanzettlich bis linealisch-lanzettlich,

stumpf zuzuspitzen und 2 bis 3 mm breit.

Charakteristik: Die Pflanze hat einen aromatischen Geruch und einen sehr bitteren Geschmack.

 

Lebensraum: Wermut wächst in Europa, Nordafrika, Teilen Asiens und Nord- und Südamerika.

Produktion: Wermut besteht aus den frischen oder getrockneten oberen Trieben und Blättern, den frischen oder getrockneten basalen Blättern oder einer Mischung der oberirdischen Pflanzenteile von Artemisia absinthium, die während der Blütezeit von kultivierten oder wild wachsenden Pflanzen geerntet wird.

 

 

Wirkungen Wermut:

Die cholagogischen, verdauungsfördernden, appetitanregenden und wundheilenden Wirkungen, die dem Medikament zugeschrieben werden, werden den ätherischen Ölen und Amaroiden zugeschrieben. Das ätherische Öl des Medikaments kann eine antimikrobielle Wirkung besitzen. Das Medikament stimuliert auch die bitteren Rezeptoren in den Geschmacksknospen der Zunge. Wenn Bitterstoffe in den Mund eingeführt werden, lösen sie bei höherer Säurekonzentration eine reflexive Erhöhung der Magensekretion aus.

 

Verwendung von Wermut bei:

• Appetitverlust

• Dyspeptische Beschwerden

• Leber- und Gallenbeschwerden

 

Unbewiesene Verwendungen: In der Volksmedizin werden Wermutpräparate intern bei Mageninsuffizienz, Darmatonie, Gastritis, Magenschmerzen, Lebererkrankungen, Blähungen, Anämie, unregelmäßiger Menstruation, Wechselfieber, Appetitlosigkeit und Wurmbefall eingesetzt. Äußerlich wird das Medikament bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Hautflecken und Insektenstichen angewendet. Die Wirksamkeit bei den oben genannten populären Verwendungen ist nicht ausreichend dokumentiert.

 

Nebenwirkungen:

Allgemein: Aufgrund des Thujon-Gehalts des Arzneimittels kann die interne Verabreichung großer Dosen zu Erbrechen, Magen- und Darmkrämpfen, Kopfschmerzen, Schwindel und Störungen führen.

Eine kontinuierliche Verwendung ist nicht ratsam. Die Verwendung von ätherischen Ölen und Spirituosen-Extrakten aus dem Medikament zur Herstellung von alkoholischen Getränken ist in vielen Ländern wegen möglicher Gesundheitsschäden verboten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Der Thujon-Wirkstoff kann die Anfallsschwelle senken. Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung dieses Krauts an Patienten mit Anfälligkeit für Anfälle. Medikamente, die zur Kontrolle von Anfällen eingesetzt werden, können eine verminderte Wirksamkeit haben. Wermut-Präparate sollten nicht in Verbindung mit Medikamenten verabreicht werden, von denen bekannt ist, dass sie die Anfallsschwelle senken.

 

Diese Ratschläge sollen natürlich keinen Arzt ersetzen.